Unser Ruf

Der Ruf – ein guter und insbesondere ein schlechter Ruf – eilt einem voran. So auch uns bzw. unserer Stadt. Als reisender Händler bin ich viel in der Fremde und muss so einige Dinge über unsere Stadt Zossen hören, die mich dort noch weniger freuen, als sie es hier vor Ort tun würden.

Wenn man unter Bekannten ganz allgemein schon nicht für unsere Stadt werben kann, weil sie „nicht viel Gutes“ über unseren Ort vernommen hätten, ist es meiner Meinung nach bereits schlimm genug. Aber für mich als Unternehmer ist es nahezu tödlich, regelmäßig hören zu müssen, dass es ja schön sei, dass es auch einen Laden zu meinem Event-Angebot gibt. Aber wenn ich dann erkläre, wo er liegt, fallen die Schranken der Vorurteile bei dem Namen unserer Stadt reihenweise herunter.

Mit Aussagen „Wie? In Zossen? Nein, da komme ich nicht hin. Da sind wir ja nicht sicher.“ oder etwa „Wie könnt ihr das nur in Zossen machen? Da kann man ja gar nicht hin“ oder „Zossen? Nein danke. Dann lieber nicht!“

Wenn ich es dann doch mal geschafft habe, wenigstens zu hinterfragen, woher denn dieses (Vor-) Urteil komme, so werde ich sehr schnell auf diverse Medienberichte aufmerksam gemacht. Diskussion darüber? Fehlanzeige! Selbst bei Menschen, die den Medien eigentlich kritisch gegenüber stehen.

Solch ein Erlebnis ist weder für Touristen noch für Unternehmer tragbar. Es wird Zeit, dass die Vorzüge unserer Stadt publiziert werden und nicht die – noch nicht mal fundierten – Gerüchte und Verdächtigungen. Wenn ich dann aber auch noch lese, dass diejenigen, die dafür die Hauptverantwortung tragen, auch noch oder wieder für die Stadtverordnetenversammlung eben dieser Kommune kandidieren… Kann ich nur hoffen, dass die Wähler am 25. Mai die Urheber noch nicht vergessen haben und dieses eine Mal nachtragend sind..

Auch hoffe ich, dass die Bürger unserer Stadt, die sich trauen, es anderen zu erzählen, woher sie kommen und diese Fremden zu uns einzuladen, wieder mehr werden. Dass mehr Bürger diesen Mut wieder finden und Chancen nutzen, das vermeintliche Bild von unserer Stadt wieder aufzuhellen.

1 Comment(s)

  1. Comment by Thomas Böhm on 12. Mai 2014 21:19

    Lieber Martin,
    du sprichst nicht nur mir und meinen Mitstreitern bei Plan B Wort für Wort aus dem herzen. Die gezielte Verunglimpfung von Zossen, nur mit dem Ziel, der Bürgermeisterin zu schaden, ist verabscheuungswürdig. Zossen hat wirklich teilweise ein paar Einwohner zu viel! Wem es hier in Zossen nicht gefällt und wer demokratische Mehrheiten nicht anerkennt, der sollte sich vielleicht eine Gemeinde suchen, wo er seine Art von politischer Arbeit auch umsetzen kann.

Comments RSS TrackBack Identifier URI

Leave a comment

  • Kalender

    • Mai 2014
      M D M D F S S
      « Nov    
       1234
      567891011
      12131415161718
      19202122232425
      262728293031  
  • Suchen