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Warum arbeiten?

Mitten in der hitzigen Debatte um die Hartz IV Gesetze veröffentlicht die OECD eine Studie, in der hervorgehoben wird, dass Arbeitslose in Deutschland nicht genügend Anreize hätten, um (wieder) selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen oder dazu beizutragen.

Inbesondere Langzeitarbeitslosen mit Familie würden gemäß der Studie immer noch wenig Anreize erhalten, sich eine gering bezahlte, aber existenzsichernde Arbeit zu suchen. Ob das frisches Öl in das lodernde Feuer der Debatte um die Hartz IV Gesetze gießt? Man darf gespannt sein.

Traurig ist nur, dass ich diese Studie nicht mal bezweifeln kann. Ich selbst habe leider schon zu viele Fälle erleben müssen, wo es für Arbeitslose attraktiver war, nicht (offiziell) arbeiten zu gehen und stattdessen weiter „Stütze“ zu beziehen. Stattdessen werde ich als werktätiger Mensch auch noch zeitweilig dafür ausgelacht, nicht den einfacheren Weg zu gehen. Ein trauriges Bild. Bloss gut, dass es noch nicht immer so ist.

1 thought on “Warum arbeiten?

  • Hallo Martin,

    das Ergebniss der Studie verwundert mich auch nicht. Auch ich gehöre zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen und werde bald 60 Jahre alt. Einen 1- Euro-Job hätte ich auch nie angenommen. Habe aber für zwei Jahre ein Angebot in der Grünanlagenpflege und im Winterdienst erhalten. Eine körperlich schwere Arbeit für mein Alter. Ich habe diese Arbeit dankend angenommen. Warum? Der Lohn ist entsprechend.
    Soll doch der Westerwelle dafür sorgen das jeder ein RECHT AUF ARBEIT mit einem AUSKÖMMLICHEN LOHN erhält. Wetten das die Arbeitslosen Schlange stehen würden? Deshalb unterstütze ich auch die Absicht des DGB auf dem nächsten Kongress einen allgemeinverbindlichen Mindestlohn von 8,50 Euro zu verabschieden.

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