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Bürgerwünsche werden ignoriert – und damit mögliche Einnahmen verschenkt

Als ich heute einen Beitrag las, in dem es um ein Gutscheinheft für Neubürger der Gemeinde Rangsdorf und der Stadt Zossen ging, traute ich meinen Augen nicht und musste einfach nur mit dem Kopf schütteln..

Aber nicht etwa, weil ich den Neubürgern das Heftchen nicht gönnen würde. Ganz im Gegenteil! Ich finde die Idee sehr gut und wünsche mir, dass diese Aktion, wie sie im Beitrag der MAZ beschrieben wird, auch länger Bestand hat und viele Neubürger damit beglückt werden können.

Was mir aber die Sprache verschlagen hat war dieser Absatz:

[…]Das Gutscheinheft ist so begehrt, dass auch Alteingesessene schon gefragt haben, was sie tun müssen, um es zu bekommen.“{Anm. d. Red.: Ende eines Schreiber-Zitats}

Doch das hieße, die öffentliche Haushaltskasse und die beteiligten Unternehmen finanziell zu überfordern. „Außerdem gehen wir davon aus, dass die Einheimischen ihr Umfeld kennen, während die Neuankömmlinge sich erst einleben müssen“, so Klaus Rocher.[…]
{Zitat aus diesem Artikel der MAZ/Zossener Rundschau vom 04.11.2009}

Als Mensch, der im Marketing tätig ist, ist es für mich schlichtweg verwerflich und ein Unding, dass Wünsche von Bürgern – also die Konkrete Anmeldung von Bedarf – schlichtweg ignoriert werden, statt diese wertvollen Beiträge aufzugreifen. Andernorts wird viel Geld dafür ausgegeben, Bedarfsanalysen durchzuführen und auszuwerten.

Ich persönlich sehe hier einen tollen Ansatzpunkt, um im Rahmen der kommunalen Wirtschaftsförderung mit der Wirtschaft zusammen entsprechende Konzepte zu erarbeiten. Dies zeigt für mich deutlich, dass Marketing und Vertriebs-Strategien doch eher in Expertenhand gehört oder von öffentlichen Verwaltungen entsprechendes „Geschick“ erst noch erlernt werden muss, was leider auch wieder Finanzmittel bindet..

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