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Den Bock zum Gärtner gemacht – oder eine Chance?

Ich staunte nicht schlecht, als ich heute morgen in der Märkischen Allgemeinen die Aufstellung der neuen „Rot-Roten“ Landesregierung von Brandenburg sah. Nicht etwa weil mich auch das Thema, an dem sich die Redakteure des Blattes hochzogen (Benennung einer weitgehend unbekannten SPD-Ministerin), bewegte, sondern schlichtweg die Verteilung der Ministerien / Ressorts auf die beiden Parteien.

Die neuen Minister wurden in der Zeitung vorgestellt und dabei auch benannt, welches Ressort sie leiten sollen. Insbesondere, als ich sah, dass die Bereiche „Wirtschaft + Europa“, „Finanzen“ und „Justiz“ an Vertreter der Partei „Die Linke“ gehen sollen, schoß mir gleich die Redewendung..

Da macht man den Bock zum Gärtner

..durch den Kopf, auch wenn ich mir natürlich darüber bewusst bin, dass es sich dabei um ein „Vorurteil“ handelt. Hierbei hebe ich dann aber auch auf Partei an sich und nicht auf die Personen ab. Für diese Bereiche galten LINKE ja bisher eher nicht als prädestiniert. Wunschministerien (z.B. Bildung) sind ihnen ja auch nicht zugedacht worden. Aber ihnen steht jetzt sicherlich das Recht zu, sich und die eigenen Fähigkeiten zu beweisen. So, wie auch den Ministerkollegen in den anderen Ressorts. Ich hoffe, dass die Vorurteile nicht bestätigt werden 😉

1 thought on “Den Bock zum Gärtner gemacht – oder eine Chance?

  • Der Ansicht kann ich nur zustimmen.
    Allerdings „schmecken“ mir andere Dinge nicht.
    1. Beide Partner sind trotz inhaltlicher Übereinstimmung in vielen Thmen teilweisé massiv von Wahlversprechen abgewichen- in anderen Bundesländern wird solch ein Verhalten durch ihre Vertreter kritisert
    2. Zwar haben ehemalige IM des MfS keine Miniisterposten erhalten (jedenfalls nach dem bsiherigen Stand) sind aber z.B. im Präsidium des Landtages vertreten oder sollen Ausschussvorsitzende stellen
    3. Den Koaltionsvertrag unterschrieben zwei ehemalige IM des MfS – dass ddann die Beteiligung der Linkspartei an der Regierungspolitik auf Skeptzis stößt, ist nicht verwunderlich

    Der Ideealfall wäre gewesen:
    Am Kabinettstisch sitzt kein SED-Mitglied und kein (auch nicht in Verdacht stehender) IM, innerhalb der Vergaben von Mitgliedschaften in Gremien des Landtages wird auf die genannten Eigenschaften sowie auf eine altersgerechte Verteilung geachtet, der Koaltionsvertrag (ich hätte ihn nicht unterschrieben) wird einer ersnhaften Diskussion unterzogen, vor allem diesbezüglich, ob es nicht zu viele Kompromisse gibt

    Insgesamt bin ich gespannt wie sich die Landespolitik entwickeln wird, habe aber keine großen postiven Erwartungen.

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